Caro Fux

„Ich habe gesagt: ‚Ich sag’s euch gleich, wenn ich nichts gewinne, dann spinne ich‘“

Im Frühjahr wurde sie als Songwriterin des Jahres mit dem Amadeus Austrian Music Award ausgezeichnet, im Juli gab’s für die Single „Auf im Kopf“ Gold und Ende August veröffentlicht sie ihre neue Single! Da habe ich mir gedacht es wird Zeit eine Runde zu wandern.

Caro und ich treffen uns in Mürzzuschlag und wandern gemeinsam auf die Ganzalm. Dabei erzählt die Singer-Songwriterin von dem besonderen Moment, als sie den Amadeus gewonnen hat. Sie war in zwei Kategorien nominiert und sagt ganz klar:  „Ich wollte gewinnen. Meine Eltern und Freunde von mir waren mit. Und ich habe beim Hingehen zu ihnen gesagt: ‚Ich sag’s euch gleich, wenn ich nichts gewinne, dann spinne ich“. Eine ihrer großen Unterstützerinnen ist ihre Oma – auch wenn ihr die Musik nicht unbedingt gefällt: „Wir haben mal ein Konzert gespielt in Mürzzuschlag. Und ich hab gefragt, ob sie kommt und sie hat gesagt: ‚Nein, ist nicht meine Musikrichtung‘“, erzählt Caro Fux lachend. Opern, Operetten und klassische Musik entsprechen Oma Helga mehr. Und trotzdem hat sie Caro stets in ihrem Talent bestärkt: „Sie sagt schon lange zu mir: ‚Du bist für die Bühne.‘ Dass ich das halt kann, dass mir auf der Bühne immer was einfällt und ich die Leute unterhalten kann, das hat sie schon lange gesehen in mir.“

Ein Burn-out hat die studierte Volksschullehrerin im Alter von 27 Jahren in die Knie gezwungen: „Es war das tiefste, tiefste Loch, das ich je gehabt habe.“ Caro spricht sehr ausführlich über diese Zeit: „Wenn du im Burnout bist, dann bist du innerlich tot. Du empfindest keine Freude, du empfindest aber auch keine Trauer. Du empfindest nichts. Deshalb habe ich mich auch zurückgezogen. Ich wollte keine Leute treffen, weil wenn du allein im Zimmer sitzt, fällt es dir nicht so arg auf, als wenn du mit Leuten redest und die lachen und die freuen sich wegen etwas und du kannst es nicht nachvollziehen, weil du in einem schwarzen Loch sitzt.“ Sie macht es auch deswegen um anderen Mut zu machen sagt sie.

Nach einem Krankenhausaufenthalt und Therapie geht es ihr heute wieder gut, durch Musiktherapie hat die Dialektpop-Sängerin den Weg zum Songschreiben gefunden. Und heute kann sie das Leben wieder genießen. Darüber singt sie auch im neuen Song „Tätärä“, der am 28. August erscheint: „Es geht darum, dass unsere Gesellschaft manchmal wieder ein bisschen mehr Spaß vertragen könnte, vielleicht auch manchmal die ein oder andere Regel bricht, einfach weil es lustig ist. Leichtigkeit, das Leben genießen, tanzen, feiern. Es muss halt auch nicht immer alles ernst sein, oder? Um was geht es denn wirklich? Das denk ich mir manchmal – um was geht es denn wirklich?“

Das ist die Walek wandert Ausgabe vom Sonntag dem 23. August 2026

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