Dominic Thiem

„Ich habe sehr lustige Junggesellenabschiede erlebt – und ich will auch meinen eigenen erleben“

Fast fünf Jahre nach unserer ersten Wanderung ist Dominic Thiem wieder bei „Walek wandert“ zu Gast. Ganz entspannt und offen wie selten.

Dominic hat sich den Nationalpark Neusiedler See für die Wanderung ausgesucht: „Für mich ist das ein Kraftort. Auch wie ich noch gespielt habe, hat mir der Neusiedler See und die ganze Umgebung immer super Energie gegeben.“ Positive Energie ist ein Thema, dem sich Dominic Thiem seit seinem Karriereende vor fast zwei Jahren besonders widmet. Und die ist auch während der Wanderung zu spüren. Dominic gibt uns dabei Einblicke in sein neues Leben: „Franz Klammer hat mal gesagt, er ist von Beruf Franz Klammer. Finde ich eigentlich eine sehr, sehr geile Aussage. Weil es gibt auch für mich keine spezifische Bezeichnung, was ich vom Beruf mache, weil ich viele Sachen mache. Diese Marke, die ich jahrelang aufgebaut habe durch meine Tennis-Karriere, die will ich positiv weiterentwickeln. Und das, was für mich persönlich ein mega Ziel ist oder ein mega Anliegen, ist eine positive Energie versprühen. Wir haben, glaube ich, generell so viele Herausforderungen und da sehe ich als meine Aufgabe, eine positive Energie um mich herum zu haben und die auch – egal was ich mache, ob das jetzt in der Tennis-Akademie ist oder bei den anderen Unternehmungen – zu den Leuten zu geben, mit denen ich zusammenarbeite.“

Finanziell ist Dominic Thiem längst abgesichert, 30 Millionen Dollar Preisgeld hat er laut ATP-Website gewonnen. „Das stimmt auf den Cent genau. Da ist ja Tennis eine von den exponiertesten Sportarten, wo man das Preisgeld bis auf den letzten Cent genau sieht“, bestätigt der ehemals Tennis-Weltranglisten-Dritte. „Wenn man das Glück hat, so viel Geld zu verdienen, dann muss man auch schauen, dass man gut damit umgeht. Dass das auch wirklich dann für das ganze Leben ausreicht.“ Und: „Speziell wie meine Verletzung gekommen ist, ist mir auch bewusst geworden, dass das einmal ein Ende haben wird. Dass nicht für immer ein paar Millionen pro Jahr reinkommen werden. Dann ist mir bewusst worden, dass ich auch wirklich darauf schauen muss und dass ich mich da auch in gewisser Weise weiterbilden muss in dem Thema“ meint Dominic.
 
Und wir haben auf unserer Wanderung auch über ganz private Dinge gesprochen: „Mein jetziger Hund heißt Pipo. Wir haben seit ich klein bin Hunde gehabt und ich trage auf meinen Halsketten überall alle Anfangsbuchstaben. Der Pipo ist ein kompletter Mix. Wir haben einmal einen Test gemacht, da sind sechs oder sieben Rassen drinnen.“ Und Thiem deutet an, dass es Überlegungen Richtung Hochzeit mit Freundin Lili Paul-Roncalli gibt: „Es gibt keinen konkreten Plan, aber irgendwann will ich schon heiraten. Außerdem habe ich schon mit sehr guten Freunden sehr lustige Junggesellenabschiede erlebt und ich will auch meinen eigenen erleben.“ Demnächst? „Ich würde sagen innerhalb von den nächsten fünf Jahren.“

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